Sternwanderer
Australian Shepherds
Rasse
Hier stellen wir Ihnen den Aussie vor, wie wir ihn im täglichen Miteinander seit vielen Jahren erleben. Diese Charakterisierung gilt demnach insbesondere für die von uns genutzten Zuchtlinien.






Über den Aussie
© Sternwanderer Australian Shepherds
Anja Stefanie Hübsch




Der Aussie....



…. ist eine sehr individuelle Rasse.
In wenigen Rassen unterscheiden sich die Vertreter so stark wie beim Aussie. Je nach Zuchtlinie und Temperament der Eltern haben Sie es mit unterschiedlich stark ausgeprägtem Hüte-, Spiel-, Schutz- und Territorialtrieb zu tun.

Es gibt reservierte Aussies, aufgeschlossene Aussies, sture Aussies,
leichtführige Aussies, laute Aussies, leise Aussies, wasserbegeisterte Aussies und Aussies, die selbst die kleinste Pfütze tunlichst meiden.



…. ist eine sehr soziale und äußerst menschenbezogene Rasse.
Sozial bedeutet beim Aussie, dass er nicht gerne alleine ist, auf Rudelanschluss Wert legt und aus all diesen Gründen in besonderem Maße für Mehrhundehaltung geeignet ist.
Aussies legen untereinander großes Augenmerk auf gegenseitige Körperpflege und Schnauzenzärtlichkeiten. Auch wird viel miteinander gespielt.

Zwingerhaltung macht diese Rasse krank- wer einen Hund nicht als Familienmitglied sieht, ist der völlig falsche Halter für einen Aussie. Der Aussie möchte dabei sein und das möglichst nah. Er legt viel Wert auf Körperkontakt und Streicheleinheiten, folgt (zusätzlich bei manchen Vertretern durch Hütetrieb bedingt) seinen Menschen durch jedes Zimmer im Haus.

Gerne wird dem Zweibeiner auch mitgeteilt, wenn dringend wieder Sozialkontakt benötigt wird- durch stupsende Nasen, pföteln oder andere aufmerksamkeitsheischende Gesten. Ein Aussie fordert diese Aufmerksamkeiten nicht aus bösem Willen oder gar dominantem Verhalten! Dennoch muss natürlich nicht jedes Mal nachgegeben werden.

Durch ihr soziales Wesen ist zusätzlich bedingt, dass viele Aussies gerne „küssen“. Vergleichbar ist dieses Verhalten mit dem Maulwinkelstoßen und Lefzenlecken unter Caniden- einer absolut freundlichen und eher unterwürfigen Geste. Caniden zeigen dieses Verhalten u.a. im Rahmen der gegenseitigen Sozialpflege und bei Begrüßungen.

Selbstverständlich spielen Sozialisierung und Prägung wie bei allen Rassen eine entscheidende Rolle und dürfen nicht vernachlässigt werden.



… ist in der Regel albern.
Viele (insbesondere junge) Aussies sprudeln vor überschäumendem Temperament, rennen mit Vorliebe mit Spielzeug in der Schnauze durch die Gegend oder beherrschen das Aussie-typische Grinsen (nicht zu verwechseln mit Zähnefletschen!). Sie sind fröhlich, gut gelaunt und dabei teilweise auch mitteilungsbedürftig. Dies zeigt sich durch Bellen oder Gurgeln in verschiedenen Tonlagen (es gibt auch relativ viele Spielkläffer unter Aussies).

Die meisten Aussies verfügen über eine ordentliche Portion Humor und freuen sich gerne des Lebens. Das bedingt jedoch auch, dass ihnen teilweise der nötige Ernst oder auch mal die Gelassenheit fehlt.



… hat durchaus auch seine ernsten Seiten.
Je nach Temperament sieht sich ihr Aussie in der wichtigen Position, Haus und Hof- und nicht zuletzt Sie und ihre Familie- zu verteidigen. Er wird also 'melden', wenn Situationen auftauchen, in denen sein Typ gefragt ist. Aussies halten sich dabei (und auch ansonsten) für äußerst wichtig und möchten die Gemeinschaft in JEDER Hinsicht unterstützen.

Dennoch ist ein Aussie kein geeigneter "Hofhund" und unglücklich, wenn er dort sich selbst überlassen wird.



… benötigt eine klare Führung.
'Klar' bedeutet eindeutig, konsequent, fair und gelassen. Zusätzlich können viele sensible Aussies nicht gut mit Druck umgehen. Die Aufgabe lautet also, einen Aussie konsequent anzuleiten, ohne dabei mit Druck oder gar Gewalt zu reagieren.

Kein Aussie lässt sich durch reines Ignorien unerwünschten Verhaltens erziehen- ein Aussie fordert Sie durchaus heraus und möchte gerne morgen wissen, ob die Regeln von gestern noch gelten. Weisen Sie ihn freundlich aber bestimmt darauf hin, DASS sie noch gelten und lassen Sie freches Verhalten nicht durchgehen.

Sollten Sie sich unsicher sein, wann Durchsetzungsvermögen gefragt ist und wann Sie ein Auge zudrücken können, erinnern Sie sich an die Erziehung Ihrer Kinder (falls solche vorhanden sind) oder suchen Sie den Züchterkontakt.

Wichtig ist, dem Hund gegenüber immer fair zu bleiben und bei der Erziehung ein gutes Mittelmaß aus Konsequenz und der Unterstützung des natürlichen Wesens des Hundes zu finden.



… ist ein intelligenter und kreativer Hund.
Aussies lernen gerne und schnell- das gilt sowohl für erwünschtes Verhalten, als auch für unerwünschtes. Seine Kreativität äußert sich in schnellem Umsetzen von gestellten Aufgaben, aber auch darin, dass er sich schnell langweilt, wenn immer die gleichen Aufgaben gestellt werden. Aussies lieben dagegen abwechslungsreiches Training und eignen sich z.B. für den Clicker, DogDancing und Agility.

Kreativ wird ein Aussie übrigens auch dann, wenn er sich langweilt oder zu lange allein gelassen wird- meist zum Leid der Einrichtung.

Wichtig beim Aussie: Aktivitätsphasen mit Bewegung und Beschäftigung müssen stets mit Ruhephasen abgewechselt werden, damit der Hund nicht überdreht! Achtung- Die Kondition dieser Hunde lässt sich ins Unermessliche steigern!



… ist ein Spät- und auch ein „Langzeitentwickler“.
Aussies benötigen sowohl zur körperlichen als auch insbesondere zur geistigen Reife länger als andere Rassen. Nicht selten werden die Hündinnen erst im Alter zwischen 14 und 24 Monaten das erste Mal läufig und sind dann noch lange nicht geistig ausgereift.
Die pubertäre Phase setzt dagegen manchmal früh ein und dauert (unterschiedlich) lange. Es gibt Aussies, die nur kurz in die Pubertät kommen, aber auch diejenigen, bei denen einen das Gefühl beschleicht, es ende nie.

Auch können verschiedene Phasen unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Phasen sind durch erhöhte Nervosität, Unsicherheit oder übersteigerten Schutztrieb gekennzeichnet. Wieder andere zeigen sich nur durch „taube Ohren“ und das Ignorieren von Kommandos.

In jedem Fall geht es in dieser Zeit auf und ab und wie bei zweibeinigen Teenagern benötigt der zuvor noch begeisterte Aussiebesitzer gute Nerven. Aber auch das geht vorbei und hat man seinen jungen Aussie mit Liebe und Geduld an ein abenteuerreiches Leben hingeführt, so wird der erwachsene Hund ein ausgeglichener, loyaler und fröhlicher Begleiter sein.



… ist ein einzigartiger Hund und ein wahrer Gewinn, solange sein Wesen akzeptiert wird, wie
es ist.









Haben Sie weitere Fragen zur Rasse, z.B. Kind und Hund betreffend, Hütetrieb etc... kommen Sie gerne auf uns zu und/oder lernen Sie unsere Hunde kennen, um sich ein besseres Bild zu verschaffen!